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ORFEO International
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April 2013
† Sir Colin Davis
Sir Colin Davis, der am 14. April 2013 im Alter von 85 Jahren gestorben ist, gehörte zu den international bedeutendsten Dirigenten der letzten Jahrzehnte. Dabei war sein Weg ans Pult der renommiertesten Orchester der Welt durchaus nicht vorgezeichnet, näherte er sich diesem Metier doch, mit der Klarinette als erstem Instrument, auf einer eher ungewöhnlichen Grundlage. Sein Musizierstil war denn auch weniger von spektakulären Effekten, Steigerungen und Klangmassierungen geprägt als von der Feinabstimmung und Liebe zum Detail im gegenseitigen Aufeinander-Hören von Ensembles und Solisten.  Sir Colin Davis Foto: NeumeisterDas war in den fünfzehn Jahren seiner Zeit als Musikdirektor am Royal Opera House Covent Garden, Anfang der 70er bis Mitte der 80er Jahre, nicht anders als zuletzt als Chefdirigent in derselben Metropole beim London Symphony Orchestra (1995–2007), wo er sein großes Repertoire von Mozart und Berlioz bis hin zu Tippett noch erweitert und vertieft hat. In Deutschland wurde er vor allem als Ehrendirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden (seit 1990) und, wie in London, als Lehrer der nachrückenden Musikergenerationen geschätzt – und natürlich in München, wo er zwischen 1983 und 1992 Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks war und über diese Zeit hinaus dort ein gern gesehener Gast, auch an der Bayerischen Staatsoper, blieb. Die bereits erwähnten Komponisten, mit denen er sich immer wieder intensiv beschäftigt hat, fanden sich in München ebenfalls regelmäßig in seinen Programmen. Bei Orfeo hat er mit Mendelssohn-Symphonien und besonders mit Regers Hiller-Variationen und Strawinskys Oedipus Rex seine hohe Affinität zum (neo- )klassizistischen Stil nachdrücklich unter Beweis gestellt: Wie stark in der Musikgeschichte große Kompositionen aufeinander aufbauen, formale Aspekte und Elemente von einem Werk ins andere übergreifen und sich so immer wieder selbst erneuern, das konnte und kann man bei wenigen Dirigenten so gut nachvollziehen wie bei Sir Colin Davis.
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März 2013
ICMA für Quatuor pour la fin de temps C 840 121 B
Mit einem  C 840 121 Bwichtigen internationalen Preis, in der Sparte Kammermusik der ICMA (International Classical Music Awards), wird das Quatuor pour la fin de temps von Olivier Messiaen aus der Reihe "Salzburger Festspieldokumente" (2008) ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 18. März 2013 in Mailand statt. Die internationale Jury, die sich aus 17 Redakteuren wichtiger Fachmagazine und Radiostationen in 13 Ländern zusammensetzte, lobte am Zusammenspiel von Carolin und Jörg Widmann sowie Nicolas Altstaedt und Alexander Lonquich, die "für den ernsten Werkhintergrund gebotene Würde und Ausgewogenheit, wobei zugleich der Farbreichtum der Partitur ausgekostet wird".
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März 2013
† Van Cliburn
Der künstlerische Durchbruch des Pianisten Van Cliburn 1958, mit noch nicht Mitte Zwanzig, war in Zeiten des Kalten Kriegs auch eine politische Sensation: Er gewann den Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb – seine Einspielung des Ersten Klavierkonzertes des russischen Komponisten sollte später zu einem millionenfachen Bestseller werden.  Van CliburnSo war Van Cliburn, der im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel begonnen und Kurse an der berühmten Juilliard School in New York besucht hatte, schnell auf den großen Konzertpodien der Welt zu Gast, z.B. 1964 mit einem Solistenkonzert – zum ersten und einzigen Mal – bei den Salzburger Festspielen.  C 841 111 BAuch (freilich nicht nur) dort erwies er sich als technisch ausgereift und eigenwillig in der Interpretation, den Bogen impulsiv von Beethovens „Appassionata“ über Chopins h-Moll-Sonate op. 58 bis hin zur weniger bekannten Sonate op. 26 von Samuel Barber schlagend. Bereits zwei Jahre vor diesem Salzburg-Debüt hatte im texanischen Fort Worth, wo Van Cliburn am 27. Februar 2013 nach schwerer Krankheit gestorben ist, erstmals die „Van Cliburn International Piano Competition“ stattgefunden, die seither ein wichtiger erster Karriere-Schritt vieler junger Pianisten gewesen ist. Als Interpret war Van Cliburn seit den 70er Jahren weniger präsent, kehrte aber vereinzelt ins Rampenlicht zurück und hat mit der Friedensmedaille 2003 die höchste zivile Auszeichnung der USA erhalten.
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Februar 2013
† Wolfgang Sawallisch
Wer Wolfgang Sawallisch, der ein halbes Jahr vor seinem 90. Geburtstag in Grassau im Chiemgau gestorben ist, aktiv als Künstler erlebt hat, wird sich vor allem an die Selbstverständlichkeit seines Musizierens erinnern – ob am Dirigentenpult oder als Pianist. Schon in jungen Jahren war er für seine flüssigen, bei aller Rasanz nicht gehetzten Tempi berühmt. Sein unpathetischer Stil war auch ein Grund dafür, dass er schon 1957, zehn Jahre nach Beginn seiner Karriere, bei den Bayreuther Festspielen auftrat – gerade als es galt, die Musikdramen Wagners vom falschen Bombast vergangener Zeiten zu befreien. Gleichwohl zählte Wolfgang Sawallisch nie zu den „Analytikern“ oder gar zu den kühl kalkulierenden Interpreten klassischer Musik. Dazu war er viel zu sehr von jener Begeisterung getragen, die ihn als Jugendlichen am Klavier und rasch, bei seinem ersten Engagement in Augsburg, als Korrepetitor und Kapellmeister durch seine berufliche Laufbahn und zu seiner Weltkarriere getragen hatte. In Sawallischs erstem Buchband mit Erinnerungen lässt sich beispielsweise nachlesen, wie er früh einen Großteil seines Opernrepertoires, vor allem von Richard Strauss, über das Studium und Durchspielen der Klavierauszüge erarbeitete (und sich dabei mit der Kenntnis vergleichbarer Partituren die Instrumentation vorstellte). Es war wohlbegründet, dass er von Sängern als Begleiter wie auch als Kammermusikpartner hoch geschätzt wurde und dass ihm viele Studienleiter und Korrepetitoren, die später unter seiner Leitung als Chefdirigent und Generalmusikdirektor arbeiteten, mit höchstem Respekt begegneten. Die längste Zeit war dies ab 1971 in seiner mehr als zwei Jahrzehnte dauernden Ägide an der Bayerischen Staatsoper der Fall, wo er bekanntlich zu den Wagner- und Straussjubiläen 1983 und 1989 jeweils das gesamte Bühnenschaffen dieser beiden Komponisten als Staatsoperndirektor auf den Spielplan gesetzt und dirigiert hat. Ebenfalls in seinen Memoiren hat Sawallisch berichtet, dass es zur Zeit seiner Berufung nach München gar nicht sein Ziel war, in diese seine Geburtsstadt zurückzukehren. Mit Chefpositionen bei den Wiener Symphonikern sowie beim Philharmonischen Staatsorchester Hamburg und Gastengagements in Italien und Japan war er in den 60er Jahren bereits zu einem Kosmopoliten der Musikwelt geworden, als der er sich in seiner Zeit als Music Director beim Philadelphia Orchestra (1993–2003) nochmals bestätigte. Insbesondere die Verbindung nach Japan blieb, nicht zuletzt durch die Gastspiele der Bayerischen Staatsoper, bestehen. Und denkt man zurück an Sawallischs letzte Neuproduktion, die er 1992 als Staatsoperndirektor herausbrachte, Strauss’ Die Frau ohne Schatten in Ennosuke Ichikawas Inszenierung im zweifellos „unkritisch“ märchenhaft eingesetzten Kabuki-Stil – dann sollte Einem heute klar werden: Der vermeintlich ästhetisch recht Konservative war in Fragen heute so eifrig diskutierten interkulturellen Austauschs – jenseits der Ideologisierung des Regietheaters – womöglich avancierter, als es ihm so Mancher zugestehen wollte. Seine Souveränität in musikalischen Dingen, von Mozart bis zur (Spät- )Romantik stand dagegen völlig außer Frage und reichte unter zeitgenössischen Komponisten immerhin z.B. bis zu Herbert Blendinger, Keith Fitch, Wilhelm Killmayer oder Ysang Yun. Bei Orfeo bleibt er als Dirigent am Pult des Bayerischen Staatsorchesters, der Wiener Symphoniker und bei den Salzburger Festspielen ebenso an zentralen Stationen seiner Karriere im akustischen Nachlass zu erleben wie als Pianist – eine Vielfalt, angesichts derer wir umso dankbarer und trauriger zurückbleiben.
| Wolfgang Sawallisch |
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| * 26. August 1923 – † 22. Februar 2013 |
| Opera |
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 C 062833 |
Wagner, Richard |
Die Feen |
Moll, Gray, Rootering, Studer, Chor des Bayerischen Rundfunks; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk, Sawallisch |
 C 169882 |
Strauss, Richard |
Arabella |
Berry, Schmidt, Varady, Donath, Fischer-Dieskau, Dallapozza, Chor der Bayerischen Staatsoper; Bayerisches Staatsorchester, Sawallisch |
 C 345953 |
Wagner, Richard |
Das Liebesverbot |
Prey, Fassler, Schunk, Lenz, Engen, Hass, Chor der Bayerischer Staatsoper; Bayerisches Staatsorchester, Sawallisch |
 C 346953 |
Wagner, Richard |
Rienzi |
Kollo, Studer, Rootering, Janssen, Chor der Bayerischen Staatsoper; Bayerisches Staatsorchester, Sawallisch |
 C 463971 |
Puccini, Giacomo |
Der Mantel |
Fischer-Dieskau, Ilosfalvy, Lenz, Engen, Varady, Töpper, Brokmeier, Chor der Bayerischen Staatsoper; Bayerisches Staatsorchester, Sawallisch |
 C 514992 |
Rossini, Gioacchino |
Mosé |
Raimondi, Villa, Brinkmann, Araiza, Lenz, Rootering, Soffel, Moll, Chor der Bayerischen Staatsoper; Bayerisches Staatsorchester, Sawallisch |
 C 516992 |
Strauss, Richard |
Die schweigsame Frau |
Grist, Mödl, McDaniel, Grobe, Böhme, Chor der Bayerischen Staatsoper; Bayerisches Staatsorchester, Sawallisch |
 C 546001 |
Puccini, Giacomo |
Gianni Schicchi |
Fischer-Dieskau, Schary, Mödl, Ahnsjö, Thaw, Fahberg, Auer, Engen, Chor der Bayerischen Staatsoper; Bayerisches Staatsorchester, Sawallisch |
 C 625042 |
Strauss, Richard |
Ariadne auf Naxos |
Matic, Berry, Schmidt, King, Weber, Hiestermann, Riener, Sramek, Gruberova, Tomowa-Sintow, Düsing, Equiluz, Vogel, Dickie, Vance, Miljakovic, Yachmi, Wiener Philharmoniker, Sawallisch |
 C 843112 |
Verdi, Giuseppe |
Macbeth |
Fischer-Dieskau, Bumbry, Lagger, Lorenzi, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, Wiener Philharmoniker, Sawallisch |
| Lied |
 C 001811 |
Schubert, Franz |
Ausgewählte Lieder |
Price, Schöneberger, Sawallisch |
 C 074021 |
Zumsteeg, Johann Rudolf |
Balladen: Die Entführung, Des Pfarrers Tochter von Taubenhain |
Bernd Weikl, Wolfgang Sawallisch |
 C 185891 |
Mendelssohn, Schumann, Pfitzner, Wolf etc. |
Eichendorff-Lieder |
Dietrich Fischer-Dieskau, Wolfgang Sawallisch |
 C 333931 |
Mahler, Gustav |
Lieder aus "Des Knaben Wunderhorn" |
Dietrich Fischer-Dieskau, Wolfgang Sawallisch |
 C 524991 |
Pfitzner, Hans; Strauss, Richard |
Liederabend |
Hermann Prey, Wolfgang Sawallisch |
| Concert |
 C 006061 |
Blendinger, Herbert |
Media in vita op. 35 |
Donath, Becht, Bayerisches Staatsorchester, Wolfgang Sawallisch |
 C 039101 |
Brahms, Johannes |
Ein deutsches Requiem |
Price, Allen, Chor des Bayerischen Rundfunks; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Sawallisch |
 C 145851 |
Bruckner, Anton |
Symphonie No. 1 c-Moll (Linzer Fassung 1865/66) |
Bayerisches Staatsorchester, Sawallisch |
 C 241911 |
Bruckner, Anton |
Symphonie No. 5 B-Dur |
Bayerisches Staatsorchester, Sawallisch |
 C 024821 |
Bruckner, Anton |
Symphonie No. 6 A-Dur |
Bayerisches Staatsorchester, Sawallisch |
 C 160851 |
Bruckner, Anton |
Symphonie No. 9 d-Moll |
Bayerisches Staatsorchester, Sawallisch |
 C 406961 |
Furtwängler, Wilhelm |
Symphonie No. 3 |
Bayerisches Staatsorchester, Sawallisch |
 C 112851 |
Hindemith, Paul |
Requiem "For those we love" |
Fassbaender, Fischer-Dieskau, Wiener Staatsopernchor; Wiener Symphoniker, Sawallisch |
 C 795091 |
Mozart, Wolfgang Amadeus |
Symphonie g-Moll KV 183, Klavierkonzert Es-Dur KV 449, Symphonie g-Moll KV 550 |
Friedrich Gulda, Concertgebouw Orkest, Wolfgang Sawallisch |
 C 168881 |
Pfitzner, Hans |
Vor- und Zwischenspiel zu Palestrina, Das Käthchen von Heilbronn, Die Rose vom Liebesgarten |
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Sawallisch |
 C 606031 |
Schubert, Franz; Weill, Kurt; Strauss, Richard; Mozart, Wolfgang Amadeus |
Symphonie D 200, Symphonie No. 1, Till Eulenspiegels lustige Streiche, Opern- und Konzertarien |
Dietrich Fischer-Dieskau; London Symphony Orchestra, Sawallisch |
 C 004821 |
Strauss, Richard |
Symphonie für Bläser "Fröhliche Werkstatt" |
Münchner Bläserakademie, Sawallisch |
 C 236901 |
Strauß, Johann (Sohn); Strauß, Johann (Vater); Strauß, Josef |
Festkonzert |
Wiener Symphoniker, Sawallisch |
 C 044831 |
Strawinsky, Igor |
Der Feuervogel, Suite Orchester- und Klavierfassung |
Naoumoff; Wiener Symphoniker, Sawallisch |
 C 091841 |
Weber, Carl Maria v. |
Symphonien No. 1 & No. 2 |
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Sawallisch |
 C 161871 |
Wagner; Verdi; Mozart; Beethoven; Brahms |
Berühmte Ouvertüren |
Bayerisches Staatsorchester, Sawallisch |
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Januar 2013
† Lisa Della Casa
So stark wie Lisa Della Casa, die am 10. Dezember 2012 in ihrer Schweizer Heimat gestorben ist, wurde wohl keine Sopranistin mit der Titelrolle in Richard Strauss’ Arabella identifiziert. Das brachte beinahe zwangsläufig die Gefahr mit sich, der Vielseitigkeit dieser großartigen Künstlerin mit dem silbrigen Timbre und der stets geschmackvoll-noblen Phrasierung nicht gerecht zu werden.  Lisa Della Casa Foto: FayerDaran, dass Lisa Della Casa eine Idealbesetzung für jene letzte gemeinsam von Strauss und Hugo von Hofmannsthal geschaffene Frauenfigur war, lässt auch der Mitschnitt von den Salzburger Festspielen unter Joseph Keilberth keinen Zweifel. Als Bonus zu diesem Festspieldokument kann man aber auch hören, dass Lisa Della Casa ebenfalls für die Vier letzten Lieder desselben Komponisten (unter Karl Böhm) die notwendige musikalische Souveränität und Abgeklärtheit besaß. Und das gilt in gleichem Maß für die Gräfin in Capriccio, die sie u.a. an der Wiener Staatsoper unter Georges Prêtre meisterhaft gesungen und gestaltet hat. Überhaupt konnte sie in Wien ihre ganze Bandbreite zeigen, wie das Staatsopern-Porträt von Della Casa mit Ausschnitten aus Werken von Mozart bis Gottfried von Einem eindrucksvoll belegt. Darunter ist eine Kostprobe von Lisa Della Casas Evchen in den Meistersingern von Nürnberg, einer Rolle, in der sie außerdem bei den Bayreuther Festspielen und (wiederum mitgeschnitten) an der Bayerischen Staatsoper unter Hans Knappertsbusch das Publikum bezaubert hat. Ohnehin dürfte es keinen wichtigen Dirigenten ihrer Epoche geben, mit dem Lisa Della Casa nicht zusammengearbeitet hat – wenn nicht auf der Bühne, so im Konzertsaal – wofür sich im Orfeo-Katalog mit Beethovens Neunter und Brahms’ Deutschem Requiem unter Herbert von Karajan oder mit Mozarts Requiem unter Bruno Walter weitere, wehmütig stimmende akustische Belege finden. Ebenfalls schwer zu übertreffen sind ihre Salzburger Pamina in der Zauberflöte und George Szell und der einzige Liederabend, den Della Casa, in der Festspielstadt mit Arpad Sándor am Flügel gegeben hat. Ihr untrügliches Stilgefühl wird unvergesslich bleiben.
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November 2012
Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik für Krassimira Stoyanova
Auszeichnungen für  Krassimira Stoyanova Foto: Cesare BellafonteEinspielungen  C 830 111 Avon außergewöhnlichen Musikprogrammen sind immer besonders erfreulich – und so ist Orfeo umso glücklicher darüber, dass der Jahresausschuss des Preises der deutschen Schallplattenkritik Krassimira Stoyanova für ihr Album „Slavic Opera Arias“ mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Pavel Baleff einen der begehrten Jahrespreise zuerkannt hat. Die bulgarische Sopranistin macht, wie es in der offiziellen Pressemitteilung heißt, „auf exemplarische Weise rare Rollenporträts lebendig“.
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Oktober 2012
Hans Werner Henze † 27.10.2012
Der Tod von Hans Werner Henze im Alter von 86 Jahren ist ein herber Verlust für die Musikwelt, zumal angesichts der ungebrochenen Präsenz seiner Werke, nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern weit darüber hinaus – in jüngster Zeit z.B. mit Opernaufführungen in Oslo oder Philadelphia. [mehr...]
Juni 2012
Franz Crass † 23.6.2012
Franz Crass war eine Ausnahmeerscheinung unter den deutschen Bässen der Nachkriegszeit [mehr...]
Juni 2012
Gewinner der „Monte Carlo Piano Masters“, 16. Juni 2012
Miroslav Kultyshev, der für Orfeo bereits Liszts „Études d’exécution transcendante“ und das Klavierkonzert von Grieg eingespielt hat, ist als der große Sieger aus der 20. Finalrunde des Wettbewerbs „Monte Carlo Piano Masters“ hervorgegangen. [mehr...]
Mai 2012
Dietrich Fischer-Dieskau † 18.5.2012
Es ist keine Übertreibung, dass die Welt mit dem Tod von Dietrich Fischer-Dieskau um eine ihrer vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten ärmer geworden ist. Dass er als Bariton, vor allem im Liedbereich Maßstäbe gesetzt hat, ist hinlänglich bekannt. [mehr...]
März 2012
Eugen Jochum † 26.3.1987
Eugen Jochum, dessen Todestag sich am 26. März zum fünfundzwanzigsten Mal jährt, gehörte zu den bedeutendsten Dirigenten seiner Generation. [mehr...]
März 2012
Martha Mödl zum 100. Geburtstag
Jede Hommage an Martha Mödl, deren hundertster Geburtstag am 22. März ein Gedenktag für Opernfreunde in der ganzen Welt ist, kommt einer Umschreibung des schwerlich zu übersetzenden und wandelbaren Bühnen-Begriffs monstre sacré gleich. [mehr...]
Februar 2012
50. † Bruno Walter
Bruno Walter, dessen Todestag sich am 17. Februar zum fünfzigsten Mal jährt, gehörte zu jener Generation von Dirigenten, für die eine Tätigkeit als Komponist und Pianist nicht weniger selbstverständlich war als mit dem Taktstock. [mehr...]
Januar 2012
† Rita Gorr
Die große belgische Mezzosopranistin Rita Gorr, die wenige Wochen vor ihrem 86. Geburtstag verstorben ist, zählte zu jenen Vertreterinnen ihrer Stimmlage, durch die auf der Opernbühne gewohnte Hierarchien ins Wanken geraten können. [mehr...]
Dezember 2011
Zum 75. Geburtstag von Grace Bumbry
Eine lebende Legende ist Grace Bumbry, die am 4. Januar 2012 ihren 75. Geburtstag feiert, allein schon durch ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen 1961 – als „schwarze Venus“ in der Produktion von Wieland Wagner. [mehr...]
November 2011
† Sena Jurinac
...in der Karriere von Sena Jurinac, die am 22. November 2011 wenige Wochen nach ihrem 90. Geburtstag verstorben ist, gab es sicherlich riskante und kritische Momente.... [mehr...]
Oktober 2011
Zum 95. Geburtstag von Emil Gilels
Emil Gilels geschähe sicher Unrecht, würde er als Spätzünder unter den großen Pianisten bezeichnet. Gelegentlich mutet es so an, weil Gilels von der Sowjetunion aus erst vergleichsweise spät die internationalen Konzertpodien erobert hat. [mehr...]
September 2011
Zum 70. Geburtstag von Julia Varady
Darüber, was den Rang einer Primadonna ausmacht, gibt es unterschiedliche Auslegungen. Um es in den Augen der Opern-Fachwelt sogar zur „Primadonna assoluta“ zu bringen, sollten möglichst viele Merkmale zusammenkommen. [mehr...]
Juli 2011
ECHO Klassik 2011 für Andris Nelsons
Andris Nelsons wird mit dem ECHO Klassik 2011 in der Kategorie „Dirigent des Jahres“ für seine Strawinsky-Einspielung mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) ausgezeichnet. [mehr...]
Mai 2011
Aribert Reimann erhält den Ernst-von-Siemens-Musikpreis
Aribert Reimann ist am 24. Mai 2011 in München für sein Lebenswerk mit dem Ernst-von-Siemens-Musikpreis geehrt worden. [mehr...]
Mai 2011
Zum 90. Geburtstag von Inge Borkh
Wenn es in den 50er und 60er Jahren galt, die hochdramatischen Sopranpartien der Salome oder Elektra in Strauss’ gleichnamigen Opern oder der Färberin in Die Frau ohne Schatten zu besetzen, dann war an den weltgrößten Opernhäusern regelmäßig Inge Borkh in diesen Rollen anzutreffen. [mehr...]
Mai 2011
† Dieter Klöcker
Die Nachricht vom Tod Dieter Klöckers bedeutet einen herben Verlust für alle, die klassische Musik und speziell die Musikliteratur für Klarinette lieben. [mehr...]
April 2011
Zum 75. Geburtstag von Dieter Klöcker
In einer Zeit, in der sich manche international bekannte Interpreten auf ein überschaubares Repertoire beschränken, nimmt Dieter Klöcker, dem wir herzlich zu seinem 75. Geburtstag gratulieren, die Stellung eines Solitärs ein. [mehr...]
April 2011
† Robert Tear
Mit Robert Tear hat die Welt am 29. März einen großen Künstler verloren. Im deutschsprachigen Raum ist er vor allem als hervorragender Sängerdarsteller bekannt geworden. [mehr...]
März 2011
† Yakov Kreizberg
Der Tod von Yakov Kreizberg im Alter von 51 Jahren bedeutet für die Welt der klassischen Musik einen jähen Einschnitt. Noch vor wenigen Wochen wurde er für seine reiche Früchte tragende Arbeit mit dem Orchestre Philharmonique de Monte Carlo gerühmt. [mehr...]
Februar 2011
Dame Margaret Price † 28.1.2011
Die Meldung, dass Dame Margaret Price in Cardigan an Herzversagen gestorben ist, kam ebenso unerwartet wie bestürzend. 2011 sollte eigentlich ein Jahr werden, in dem es die grandiose Sängerin freudig zu ehren galt – hätte sie doch am 13. April ihren 70. Geburtstag gefeiert. [mehr...]
Januar 2011
Zum 70. Geburtstag von Plácido Domingo
Der wortreichen Gratulationen sind schon viele ausgesprochen, aber zum 70. Geburtstag von Plácido Domingo wollen wir nicht nachstehen. [mehr...]
Oktober 2010
Dmitri Mitropoulous, † 2.11.1960
Wenngleich er in den Vereinigten Staaten heimisch geworden ist, wird Dimitri Mitropoulos heute vor allem mit einem musikdramatischen Werk in Verbindung gebracht, das ohne die antike Hochkultur seiner Geburtsstadt Athen undenkbar wäre. [mehr...]
Oktober 2010
Fritz Wunderlich, * 26.9.1930
Längst ranken sich um seinen Namen die Legenden, doch an einem Datum wie seinem 80. Geburtstag wird einem immer noch bewusst, dass Fritz Wunderlich noch gut und gerne unter den Lebenden weilen könnte, hätte sein tragischer Tod ihn nicht so früh aus dem Leben gerissen. [mehr...]
August 2010
Signierstunde Andriss Nelsons
Signierstunde mit Andriss Nelsons. [mehr...]
Juli 2010
Cesare Siepi † 5.7.2010
Wenn für einen Sänger der Nachkriegszeit die Fachbezeichnung des „basso cantante“ geradezu emblematisch zutrifft, dann kann dies eigentlich nur Cesare Siepi sein. [mehr...]
Juli 2010
Zum 80. Geburtstag von Carlos Kleiber
Am 3. Juli vor 80 Jahren kam er zur Welt: Carlos Kleiber, dessen Sonderstellung unter den Dirigierpersönlichkeiten, damals wie heute und auch sechs Jahre nach seinem unerwarteten Tod 2004 unangetastet bleibt. [mehr...]
Mai 2010
† Anneliese Rothenberger
Der Preis für hohe Popularität in der Kunst ist mitunter hoch. Größte Erfolge im seriösen Fach können in der öffentlichen Wahrnehmung durch vermeintlich „minderwertige“ Auftritte im Unterhaltungsgenre verstellt werden. [mehr...]
Mai 2010
Giulietta Simionato
Am 5. Mail 2010, genau eine Woche vor ihrem 100. Geburtstag verstorben ist Giulietta Simionato, die wohl weltweit vielseitigste Mezzosopranistin ihrer Generation. [mehr...]
August 2009
Nachruf auf Hildegard Behrens
Sie stand auf den Wunschlisten der Intendanten, Dirigenten, Regisseure und Besucher der größten Opernhäuser ganz oben, wenn es in den 80er und 90er Jahren galt das hochdramatische Sopranfach zu besetzen. [mehr...]
Juli 2009
Zum 80. Geburtstag von Hermann Prey
Er verkörperte den Gegenbeweis zur Behauptung, Popularität und Seriösität der klassischen Musik, insbesondere der Oper, würden einander im Zeitalter von Film und Fernsehen ausschließen. Der Bariton Hermann Prey galt in Deutschland als Inbegriff des volksnahen, aber stets ‚ernsten‘ Künstlers. [mehr...]
Juli 2009
Zum 70. Geburtstag von Brigitte Fassbaender
Dass ein starker regionaler Bezug einer internationalen Karriere nicht hinderlich sein muss, dafür steht exemplarisch der Weg von Brigitte Fassbaender. [mehr...]
November 2008
Christel Goltz in memoriam
Sie gehörte zu den ganz großen hochdramatischen Sopranistinnen der frühen Nachkriegsjahre, auch wenn ihre Aufnahmen leider nur unzureichend ihr Wagner-Repertoire widerspiegeln. So ist Christel Goltz vor allem als ausdrucksstarke Interpretin der Moderne des frühen 20. Jahrhunderts in Erinnerung... [mehr...]
August 2008
Zum 85. Geburtstag von Wolfgang Sawallisch
Eineinhalb Jahrzehnte liegen seine letzten Opernauftritte am Pult des Bayerischen Staatsorchesters zurück; doch nicht nur in seiner Heimatstadt München sind die Erinnerungen an den Dirigenten Wolfgang Sawallisch, der am 26. August 2008 seinen 85. Geburtstag feiert, präsent wie eh und je... [mehr...]
April 2008
Zum 100. Geburtstag von Joseph Keilberth
Beinahe zwangsläufig ist das Bild, das sich der Nachwelt des am 19. April 1908 geborenen Dirigenten Joseph Keilberth eingeprägt hat, mit dem Schock seines plötzlichen Todes verbunden, nachdem er in einer Tristan-Aufführung am Pult des Münchner Nationaltheaters zusammengebrochen war. [mehr...]
April 2008
Zum 100. Geburtstag von Herbert von Karajan
Zum 100. Geburtstag von Herbert von Karajan werden ganze Symposien abgehalten, die bisher erschienenen biographischen und diskographischen Studien in ihren (un-)kritischen Haltungen miteinander verglichen, relativiert und neue Standpunke formuliert. [mehr...]
Februar 2008
ORFEO 2 CD C 678 062 H
Classical Award 2008 für König und Köhler
Mit dem Midem Classical Award 2008 für die beste Opernaufnahme ausgezeichnet wurde die Einspielung von Antonín Dvoáks Král a uhlí (König und Köhler), die als Co-Produktion mit dem WDR bei Orfeo unter der musikalischen Leitung von Gerd Albrecht erschienen ist. [mehr...]
Januar 2008
ORFEO 2 CD C 438 982 H
Lobgesänge
Zwar erblickte Max Bruch am Dreikönigstag vor 170 Jahren in Köln das Licht der Welt; einem breiten Publikum ist er aber bis heute weniger als „religiöser“ Komponist geläufig, sondern primär für sein Violinkonzert g-Moll, das zum Repertoire aller großen Geiger gehört. [mehr...]
August 2007
ORFEO 2 CD C 438 982 H
Dove sono i bei momenti – Gundula Janowitz zum 70. Geburtstag
Insbesondere im Mozart-Fach wurde sie vor allem für die Klarheit ihres Timbres und ihre konsequent schlanke (und vor allem ,schlackenfreie‘) Stimmführung geschätzt. Darüber sollte allerdings nicht vergessen werden, dass die Akkuratheit von Gundula Janowitz keinesfalls einer emotionalen dramatischen Gestaltung im Wege stand. [mehr...]
Juni 2007
ORFEO 1 CD C 686 061 A
Ausgezeichnet
Arabella Steinbacher erhält für ihre CD „Violino Latino“ (C 686 061 A) den ECHO Klassik als „Nachwuchskünstlerin des Jahres – Instrument 2007“. [mehr...]
März 2007
ORFEO 1 CD C 138 851 A
Dmitry Sitkovetsky: Bach, Goldgerg-Variationen
Es bürgt durchaus für Kontinuität in der Schallplattengeschichte, dass bei allem Streben nach Authentizität und Urtext nicht nur die Pioniertaten der historischen Aufführungspraxis ihre Nach- und Neuauflagen erhalten. [mehr...]
Januar 2007
ORFEO 1 CD C 138 851 A
Grace Bumbry zum 70. Geburtstag am 4. Januar 2007
Als sie bei den Bayreuther Festspielen 1961/1962 als „schwarze Venus“ Aufsehen erregte (vor allem aber gesanglich wie darstellerisch brillierte), war die aus St. Louis stammende Grace Bumbry gerade einmal eine Mittzwanzigerin. [mehr...]
Januar 2007
ORFEO 1 CD C 138 851 A
Werner Hollweg † 1.1.2007
Von den Vorbereitungen zur Münchner Uraufführung von Idomeneo berichtete Mozart seinem Vater, welche Schwierigkeiten er dabei hatte, beim Protagonisten den koloraturengewandten und bühnengerechten Ausdruck auszubalancieren. [mehr...]
Oktober 2006
Sena Jurinac
Noch heute und seit mehr als einem halben Jahrhundert ist Sena Jurinac ein absoluter Publikumsliebling des Wiener Staatsopern-Publikums und eine Künstlerpersönlichkeit, auf welche die Bezeichnung „lebende Legenden“ wirklich passt. [mehr...]
September 2006
Astrid Varnay † 5.9.2006
Um Astrid Varnay ranken sich Legenden wie Anekdoten. Sie war die erste Brünnhilde auf dem Grünen Hügel nach dem Zweiten Weltkrieg und behauptete sich dort allein in dieser Rolle ein volles Jahrzehnt neben ihren Kolleginnen. [mehr...]
August 2006
Léopold Simoneau † 24.8.2006
Es gibt Opernpartien, die bei immergleichen stimmtechnischen Schwierigkeiten doch ganz unterschiedlich gemeistert werden können. [mehr...]
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Lied
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Symphonie & Konzert
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Bayerische Staatsoper live
Bayreuther Festspiele live
Deutsche Oper am Rhein
Salzburger Festspieldokumente
Wiener Staatsoper live
Wiener Symphoniker
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Solisten
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