ORFEO International – Neuheiten

Wichtige Neuerscheinungen kurz vorgestellt

Veröffentlichungszeitraum Februar 2014 – August 2014

August 2014

ORFEO 3 CD C 888 143 D

Richard Wagner - Tannhäuser

Die erste ist nicht immer die beste Vorstellung in einer Serie von Aufführungen. Gerade in der Rückschau verdient dieser Grundsatz des Theaters, beispielhaft überprüft zu werden. Auf den ersten Blick werden Kenner der Bayreuther Festspiele und ihrer Schallplattengeschichte wenig Neues an einem Live-Mitschnitt des Bayreuther Tannhäuser finden, den Wieland Wagner 1961 mit Wolfgang Sawallisch am Dirigentenpult inszenierte. C 888 143 D
C 888 143 D
Unter dessen musikalischer Leitung ist vor allem der folgende Festspielsommer akustisch dokumentiert worden, und damit – an der Seite von Wolfgang Windgassen als Titelheld – vor allem Grace Bumbry bei ihrem internationalen Durchbruch als „schwarze Venus“. 1961 jedoch hatten sowohl Victoria de los Angeles die Elisabeth als auch Dietrich Fischer-Dieskau (in seinem letzten Bayreuther Sommer) den Wolfram gesungen. Die Premiere litt wohl (wie in der Presse festgehalten wurde), neben der üblichen Premierenspannung und -nervosität, an einer ungünstigen, regen- und erkältungsreichen Wetterlage während der Eröffnungswoche. Einen regelrechten Fund aus den Rundfunkarchiven stellt daher der Tannhäuser-Mitschnitt der zweiten Folgevorstellung dar, wie er nun, 2014, auf CD in der Reihe der historischen Veröffentlichungen von den Bayreuther Festspielen herausgegeben wird. Eine günstige Tagesform aller Protagonisten erlaubte es Wolfgang Sawallisch an jenem, als Mitschnitt bis dato nicht zugänglichen Abend des 3. August 1961, seine stringente Lesart der Tannhäuser-Partitur mit straffen Tempi beizubehalten und trotzdem einen entscheidenden Tick „elastischer“ musizieren zu lassen, mit leichten Rubati und Anpassungen an die Phrasierungskunst seiner Sängerinnen und Sänger. Wie so häufig in Besetzungen, die Wieland Wagner maßgeblich verantwortet hat, sind dabei lyrischere Stimmen im Einklang mit einer differenzierten, psychologisch genauen Rollengestaltung zu vernehmen – was besonders eben am Beispiel von Victoria de los Angeles als sehr liedhaft gesungener Elisabeth, ohne gewaltige jugendlich dramatische Zuspitzung (und bei einigen Kolleginnen auch Übertreibungen), deutlich wird. Dietrich Fischer-Dieskau übertrifft sich als Wolfram gleichsam selbst noch einmal, und das „scheidende“ Paar zu Beginn, Grace Bumbry und Wolfgang Windgassen, trifft hier, wie vielleicht weder davor noch danach, den Ton von Liebesleid und -lust in perfekter (Bühnen-)Balance. Ein zweiter Anlauf lohnt sich manchmal eben doppelt.



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Juni 2014

ORFEO 3 CD C 726 143 D

Raphael Kubelík

Der Rang von Rafael Kubelík als einer der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts rührt nicht nur von seinen Interpretationen am Pult der großen Orchester von Berlin, Chicago oder München her (von denen letztere zahlreich im ORFEO-Katalog vertreten sind). Raphael Kubelík
Raphael Kubelík
Foto: WDR Archiv
Eine Reihe von interessanten Aufnahmen mit Kubelík (abseits seiner Verpflichtungen als Chefdirigent) entstand zu Beginn der 60er Jahre, als er das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester dirigierte (das heutige WDR Sinfonieorchester Köln). Die früheste der nun veröffentlichten WDR-Archiv-Aufnahmen ist mit Dvořáks Klavierkonzert einem Komponisten und einem Werk gewidmet, denen in Kubelíks Laufbahn besondere Bedeutung zukam: Mit demselben Solisten, Rudolf Firkušný, hatte er das Konzert 1946 beim ersten Musikfestival Prager Frühling aufgeführt; C 726 143 D
C 726 143 D
in der Balance zwischen leidenschaftlichen Lyrismus von Firkušnýs Klavierspiel und der Intensität der Begleitung durch Kubelík und das Orchester wird deutlich, warum die Dvořák-Interpretationen beider bis heute Referenzcharakter haben. Ähnlich verhält es sich mit Kubelík und den Werken Robert Schumanns, dessen 3. Symphonie, die „Rheinische“, Kubelík beim WDR mustergültig eingespielt hat, ebenso wie das Cellokonzert – mit dem an musikalischer Detailfreude und Feingefühl unübertrefflichen János Starker –und das Klavierkonzert mit Claudio Arrau, dessen Sinn für musikalische Architektur perfekt mit Kubelíks überlegener Klangstrukturierung harmoniert. Diese prägt in Mendelssohns Hebriden‑Ouvertüre und 5. Symphonie (der „Reformationssymphonie“) auch die Werke eines Komponisten, mit denen Kubelík nicht so häufig in Verbindung gebracht wird, aber in denen er nichts an Flexibilität der Tempi und Dynamik vermissen lässt. Zu guter Letzt sind die Aufnahmen zweier Londoner Haydn-Symphonien, No. 101 Die Uhr und No. 102, dazu angetan, Fragen der authentischen Aufführungspraxis in den Hintergrund treten zu lassen, wenn Haydn so spielerisch, unaufhaltsam vorwärtsdrängend in den schnelleren und unsentimental beherrscht in den langsamen gespielt wird wie hier unter Kubelík. Wie alle diese Schätze aus dem Archiv des WDR werfen sie ein neues Licht auf das Schaffen dieses Dirigenten, dessen Geburtstag sich am 29. Juni 2014 zum 100. Mal jährte.



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Juni 2014

ORFEO 1 CD C 762 141 A

Johann Nepomuk Hummel - Septette

Seit Jahrzehnten zählt das Consortium Classicum zu den herausragenden Ensembles für Kammermusik in variablen Besetzungen. Von neuem zeigt dies die aktuelle Veröffentlichung von Klavierseptetten Johann Nepomuk Hummels (1778–1837), an der noch Dieter Klöcker, der 2011 verstorbene Gründer des Consortium Classicum, beteiligt war. C 762 141 A
C 762 141 A
Am Klavier ist in beiden Septetten Florian Uhlig zu hören. Florian Uhlig
Florian Uhlig
Foto: Marco Borggreve
Dieter Klöcker
Dieter Klöcker
Foto: Privatarchiv
Nicht umsonst hat die Septett-Gattung seit Beethovens exemplarischem Beitrag so manchen Komponisten zu Experimenten mit der instrumentalen Besetzung inspiriert: unter ihnen eben auch Hummel, der als ein wichtiger Vertreter der Komponistengeneration zwischen Wiener Klassik und Romantik gelten kann. Als Pianist wurde er bereits als Kind europaweit gefeiert. Später selbst ein gefragter Lehrer, wurde er u.a. von Mozart und Haydn (der ihm ein Engagement am Hofe Esterházy vermittelte) unterrichtet. Mit Beethoven war er freundschaftlich verbunden. Der Formreichtum seiner Kompositionen ist schier unbegrenzt (nur Symphonien schrieb er nicht), und so sind auch seine kammermusikalischen Werke äußerst abwechslungsreich. Die beiden Septette von Hummel sind Musterbeispiele für seine musikalische Erfindungsgabe: Die Farbpalette des Großen Septetts d-Moll op. 74 enthält, trotz „fehlender“ Violine, durch den Einsatz von Flöte und Oboe helle Akzente. Horn, Viola, Violoncello und Kontrabass liefern mit dem graziösen Klavierpart die Grundierung für den kantabel-melodiösen Charakter des Werkes, von dem sich besonders das eingängige Schlussrondo einprägt. Prägnant setzt demgegenüber das Große Septett militaire C-Dur op. 114 mit einem (ganz und gar nicht martialischen) „Appell“ ein, der sich ebenso durch den weiteren Verlauf des Satzes zieht wie durch die Register der Instrumente, die hier – wiederum neben Klavier, Flöte, Violoncello und Kontrabass – mit Violine, Trompete und Klarinette besetzt sind. Letztere wird, wie eingangs erwähnt, vom langjährigen Spiritus Rector des Ensembles, Dieter Klöcker, gespielt. Seine Kollegen stehen ihm gleichwohl, bis ins vor Einfällen übersprühende Finale von Hummels Komposition, nicht nach, was Spielwitz, technische Brillanz und Liebe zum musikalischen Detail anbelangt, die diese neue Einspielung von der ersten bis zur letzten Note bestimmen.



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Mai 2014

ORFEO 2 CD C 886 142 I

Richard Strauss - Elektra

Mit Elektra hat sich Richard Strauss 1909 endgültig, nach dem Skandal-Erfolg der Salome, als führender deutscher Opernkomponist seiner Generation etabliert. Bis heute wird die Musik, die Strauss hier (erstmals auf Grundlage eines Textes von Hugo von Hofmannsthal) geschaffen hat, in ihrer radikalen Ausdrucksgewalt als beispielhaft für die Moderne angesehen. Ungebrochen hoch sind auch die damit verbundenen vokalen und orchestralen Anforderungen. Handverlesen sind die Interpretinnen, die der mörderischen Titelrolle wirklich gerecht werden. C 886 142 I
C 886 142 I
In den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts gehörte Birgit Nilsson mit ihrem kraftvollen und zugleich an Zwischentönen reichen Sopran zweifellos zu ihnen. An der Wiener Staatsoper sang sie die Elektra erstmals im Jahr 1965 und der Mitschnitt dieser Premiere (einer Wieland-Wagner-Inszenierung) liegt nun bei Orfeo vor. Am Pult stand kein Geringerer als Karl Böhm, dessen enger Bezug zu Strauss’ Opernschaffen nicht nur durch die Uraufführung der ihm gewidmeten Daphne hinreichend belegt ist. Mit Nilsson und Böhm wurde die Elektra-Aufführung der Wiener Staatsoper 1965 zu einem musikalischen Triumph, bei dem nicht nur die eruptive Gewalt der Klangmassen dieses antiken Rachedramas voll zum Tragen kam, sondern auch die fein von Strauss aus dem Text entwickelten psychologischen Details. Ein Garant hierfür war, neben dem in allen Stimmen brillant musizierenden Orchester der Wiener Staatsoper, die bis in die kleineren Partien homogene Sängerbesetzung, die selbstverständlich neben Birgit Nilsson von den beiden anderen weiblichen Hauptcharaktere dominiert wurde: zum einen von Leonie Rysanek, die die sehnsuchtsvolle Chrysothemis mit ihrem leuchtkräftigen Sopran zu einer ihrer Paradepartien machte und einem idealen Gegenpol zu Nilssons Heroine machte. Als Widersacherin in der abgründigen Mutterrolle der Klytämnestra brillierte Regina Resnik mit ihrem dunkleren Timbre. Für den Kurzauftritt als ihr ehebrecherischer Geliebter luxuriös besetzt trat der legendäre Heldentenor Wolfgang Windgassen als Aegisth in Erscheinung, und als Orest blieb Eberhard Waechter mit seinem unverwechselbaren Bariton ebenfalls keine Nuance dieser wichtigen, vom Schicksal getriebenen Figur schuldig.



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April 2014

ORFEO 1 CD C 855 141 A

Dvořák - The Cello Works

Das Cellokonzert h-Moll von Antonín Dvořák ist eines der absoluten Meisterwerke seiner Gattung. Selbstverständlich nimmt jeder Cellist von Weltrang dieses Stück gerne in sein Repertoire auf; so auch Daniel Müller-Schott, der damit 2014 in den größten Konzertsälen Europas und im Lincoln Center von New York zu erleben ist – in jener Stadt, in der Dvořák (während seiner Zeit als Direktor des dortigen Konservatoriums) die Arbeit am Cellokonzert stürmisch und virtuos begann, bevor er es unter dem Eindruck von Krankheit und Tod seiner Schwägerin und einstmals ersten Liebe Josefina lyrisch und elegisch zum Ende führte. C 855 141 A
C 855 141 A
Passend zu den weltweiten Konzertauftritten legt Daniel Müller-Schott nun auch seine Einspielung von Dvořáks Cellokonzert, mit dem NDR Sinfonieorchester unter Michael Sanderling, vor. Daniel Müller-Schotts neue Aufnahme enthält darüber hinaus Kammermusik-Werke und Arrangements, die als wunderbare Belege dafür gelten können, wie sich Dvořák dem Violoncello als Soloinstrument bis zur Komposition des Konzertes im Jahr 1894/95 kontinuierlich angenähert hat: vor allem mit dem eingängigen Rondo g-Moll op. 94, das Dvořák 1892 für eine Kammermusik-Tournee neu komponierte, und Waldesruh op. 68/5, einem für denselben Anlass arrangierten, dem Titel in seiner friedlich-meditativen Stimmung herrlich entsprechenden Werk. Es ist auf Daniel Müller-Schotts CD, ebenso wie das Rondo, in Dvořáks eigener Orchestrierung zu hören. Zu den Arrangements, die Daniel Müller-Schott außerdem, gemeinsam mit dem Pianisten Robert Kulek, aufgenommen hat, zählen die vier Romantischen Stücke op .75 und das Lied „Als die alte Mutter“ op. 55/4 aus dem Zyklus Zigeunerlieder, das bestens zum kantablen Charakter des Cellos und der Interpretation von Daniel Müller-Schott passt. Schließlich darf auch einer der Slawischen Tänze, jener in g-Moll op. 46/8, in Dvořáks eigener Fassung für Cello und Klavier nicht fehlen und vervollständigt so das von Daniel Müller-Schott präsentierte Panorama von Dvořáks Cello-Musik.



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März 2014

ORFEO 1 CD C 878 141 A

Andris Nelsons - Richard Strauss

Im Jahr von Richard Strauss’ 150. Geburtstag ist es naheliegend, dass das City of Birmingham Symphony Orchestra unter Andris Nelsons „nachlegt“ – nachdem bereits die Einspielungen von Ein Heldenleben (Orfeo C 803 091) und Eine Alpensinfonie (C 833 111) zu den erfolgreichsten und mehrfach preisgekrönten Aufnahmen der letzen Jahre zählen. Diesmal sind es die früheren Tondichtungen, die Nelsons als Music Director des CBSO eingespielt hat: Don Juan, Till Eulenspiegels lustige Streiche und Also sprach Zarathustra. C 878 141 A
C 878 141 A
Im Don Juan glückte Strauss zum ersten Mal die Mischung der Ingredienzien seines Erfolgsrezeptes für die folgenden Jahrzehnte: Den großen Melodien und der orchestralen Brillanz steht ein Hauch des Unmoralischen und leicht bizarren Humors gegenüber. Andris Nelsons und das CBSO stürzen sich regelrecht mit der Abenteuer- und Eroberungslust des Titelhelden ins musikalische Geschehen, um bei der Generalpause, die schließlich seinem Tod im Duell vorausgeht, wie erstarrt einen Augenblick innezuhalten. Dem makabren Ende von Till Eulenspiegel (mit der Hinrichtung des Protagonisten am Galgen) geht hingegen ein munteres Auskosten aller instrumentalen Farben voraus, mit denen Strauss hier unter anderem so virtuos spielt, um die Streiche Eulenspiegels musikalisch bildhaft umzusetzen. Das CBSO erweist sich dabei einmal mehr als ein in allen Instrumentengruppen homogenes Ensemble von Weltformat. Auch für die große Tondichtung Also sprach Zarathustra, „frei nach Friedrich Nietzsche“ (wie Strauss schreibt), sind das die besten Voraussetzungen – und so gelingt dem Orchester unter Andris Nelsons in diesem Stück erst recht eine farbenreiche Wiedergabe, die der Morgenstimmung mit der Rede Zarathustras an die Sonne ebenso gerecht wird wie dem zwielichtigen Ende, das von der Tonartenbeziehung zwischen der Motivik Mensch und (oder?) Natur schwankt. Dazwischen bleiben Nelsons und das CBSO wirklich nichts schuldig, was diese Partitur an stürmisch leidenschaftlichen, fugenhaft schwer fassbaren oder tänzerischen Momenten beschert. Diese neue Einspielung gehört zweifelsohne jetzt schon zu den Höhepunkten des noch jungen Strauss-Jahres.



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Februar 2014

ORFEO 1 CD C 885 141 A

Krassimira Stoyanova - Giuseppe Verdi

Gerade eben ist das Jahr von Giuseppe Verdis 100. Geburtstag zu Ende gegangen, doch sind Spielplan-Präsenz und Beliebtheit dieses Opernkomponisten nicht an Jubiläen gebunden. Eine der heute renommiertesten Verdi-Sängerinnen (nicht erst seit dem Verdi-Jahr und weit darüber hinaus) ist Krassimira Stoyanova, die nun ihr neuestes Recital mit Arien aus Verdi-Partien vorlegt, mit denen sie bereits in aller Welt aufgetreten ist oder die sie in den nächsten Jahren verkörpern wird. C 885 141 A
C 885 141 A
Aus Otello findet sich in der Zusammenstellung beinahe „zwangsläufig“ das Lied von der Weide und Ave Maria der Desdemona, der Paraderolle von Krassimira Stoyanova, mit der sie beispielsweise in Wien, Barcelona und Chicago das Publikum wie auch die Kritik berührt und begeistert hat. Mit den von Friedrich Schiller entlehnten Figuren der Elisabetta in Don Carlo und Luisa Miller in Verdis gleichnamiger Oper verbindet man seit ihren umjubelten Rollendebüts an den Staatsopern in München und Wien vor allem die Fähigkeit von Krassimira Stoyanova, große lyrische Bögen vokal makellos und ausdrucksstark zu formen und zu einer eindringlichen Charakterisierung dieser zwischen Liebe und Pflicht gefangenen Frauengestalten durchzudringen. Mit großer Raffinesse und Kontrolliertheit angesichts der gesteigerten stimmdramatischen Anforderungen nähert sich Krassimira Stoyanova den beiden Leonoren in Il trovatore und in La forza del destino, von denen sie letztere noch nicht komplett in ihr Repertoire aufgenommen hat. Terminlich bereits fixiert sind ihre Debüts als Aida und als Amelia in Un ballo in maschera, mit denen sie auf der neuen CD mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Pavel Baleff ebenfalls auszugsweise zu hören ist. Zu den von Krassimira Stoyanova seltener (aber nicht weniger erfolgreich auf der Bühne) gesungenen Rollen zählen die ebenfalls im Recital zu hörenden Titelheldinnen von Giovanna d’Arco und La traviata. Erneut besticht hierbei Krassimira Stoyanovas Kunst, wie sie, bei aller Gegensätzlichkeit, sowohl der Mädchenhaftigkeit von Verdis Jeanne d’Arc als auch dem Abschiedsschmerz der vom Tod gezeichneten Violetta Valéry mit einer unverwechselbaren, unmanieriert, schlicht und fein geführten Sopranstimme gerecht wird.

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