ORFEO International – Neuheiten

Wichtige Neuerscheinungen kurz vorgestellt

Veröffentlichungszeitraum Januar 2019 – Juli 2019

Juli 2019

ORFEO 1 CD C 968 191

Daniel Müller-Schott: Richard Strauss

Richard Strauss (1864-1949) komponierte während seiner langen und äußerst produktiven Schaffenszeit nur wenige Werke für Violoncello. C 968 191
C 968 191
Lediglich drei liegen vor und so überschaubar die Zahl der Cellowerke sein mag, so aufschlussreich sind sie für die Entwicklung des Komponisten. Für Daniel Müller-Schott markieren die frühe Sonate für Violoncello und Klavier op. 6 und die späte Tondichtung „Don Quixote“ op. 35 einen Weg, der Strauss innerhalb weniger Jahre aus der Romantik in die musikalische Moderne führte. Diese enorme Entwicklung unterstreicht der Cellist mit eigens für die CD angefertigten Transkriptionen der Lieder „Zueignung“ op. 10/1 und „Ich trage meine Minne“ op. 32/1.



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Juni 2019

ORFEO 2 CD MP1901

Louis Spohr: The Clarinet Concertos

In den 1830er-Jahren galt MP1901
MP1901
Louis Spohr verbreitet und unbestritten als der schlichtweg größte lebende Komponist. Zu seinen vier Klarinettenkonzerten, die seit eh und je zu Spohrs beliebtesten Werken gehörten, wurde der Komponist durch die Bekanntschaft mit dem thüringischen Klarinettisten Johann Simon Hermstedt angeregt. Die ausgesprochen virtuosen Klarinettenkonzerte sind bis heute eine Herausforderung für jeden Klarinettensolisten geblieben, da sie Spohrs Blick auf die Form des Solokonzerts als Projektionsfläche für die Zurschaustellung spieltechnischer Fertigkeiten in idealtypischer Symbiose mit dem poetisch-lyrischen Gehalt der Musik widerspiegeln.



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Juni 2019

ORFEO 22 CD C980120

150 Years Wiener Staatsoper - The Anniversary Edition

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus am Ring mit Mozarts  Don Giovanni  feierlich eröffnet. C980120
C980120
Ein Ereignis, das nicht nur die Wiener Öffentlichkeit mit Spannung verfolgte, sondern das auch außerhalb der Grenzen des Habsburgerreichs große Beachtung fand. Seither ist das Opernhaus stets im Blickpunkt des Interesses gestanden: Seit 150 Jahren ist es eine international wichtige Institution und Angelegenheiten der Wiener Oper sind – wie in keiner anderen Stadt weltweit – immer auch öffentliche Angelegenheiten.

Mit dieser Jubiläums-CD-Box, Schul- und online-Projekten, Streaming und der Einbindung der Bundesländer überschreitet das Haus am Ring zahlreiche Grenzen. Zwei Ausstellungen (im Haus am Ring und im Theatermuseum) und eine Reihe von Publikationen beleuchten Historie und Gegenwart des künstlerischen Geschehens der Wiener Oper; und in einem Festakt am Geburtstag werden die Künstlerinnen und Künstler und das Haus gewürdigt.



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Mai 2019

ORFEO 1 CD C 982 191

Francesco Piemontesi

Liegt mit der Legende von der „Vogelpredigt“ ein C 982 191
C 982 191
großartiges Beispiele pianistischer Erzählkunst vor, so erscheinen für diese Art, außermusikalische Gedanken ausschließlich mit Tönen auszudrücken, die drei Serien der Années de Pèlerinage als ein zentraler Werkzyklus in Liszts Schaffen. Diese „Pilgerjahre“ enthalten insgesamt 26 Charakterstücke, die eine Art musikalische Tagebucheintragungen zu Liszts Wanderjahren bilden. Nach der allseits hochgelobten Einspielung des ersten Bandes (C944182) hat sich der junge italienische Pianist Francesco Piemontesi nun den zweiten Teil – "Italien" – vorgenommen. Abermals zeigt ein beiliegender Dokumentarfilm nicht nur die Schönheiten Italiens, sondern vielmehr auch die gedankliche Auseinandersetzung des Pianisten mit diesem Thema.



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Mai 2019

ORFEO 2 CD MP1902

Dietrich Fischer-Dieskau, Orchesterlieder

Kaum ein anderer Sänger war den gut MP1902
MP1902
300 Liedern des österreichischen Komponisten Hugo Wolf mehr verbunden und zugewandt als Dietrich Fischer-Dieskau. Absolut überzeugt von Wolfs reichem OEuvre führte er dessen bis dahin wenig beachtetes Liedschaffen auf zahllose Bühnen in aller Welt. Als „sperriger Traditionalist“ und „Akkord-Arbeiter“ verpönt, zeigt Regers Liedschaffen eine ganz andere, berührende und tiefgehende Seite dieses Komponisten, der in der Liedkomposition der Jahrhundertwende einen bedeutenden Rang einnimmt. Selbst Fischer-Dieskau widmete sich Reger, im Gegensatz zu seinem geradezu enzyklopädischen Ansatz auf anderen Gebieten, nicht unbedingt häufig. Bei der Einspielung einiger besonders schöner Juwelen unter Regers Orchesterliedern wurde er durch Gerd Albrecht unterstützt. Das Ergebnis ist eine künstlerische Symbiose höchsten Ranges, die von einer Leidenschaft und Innigkeit zeugt, wie man sie nicht mehr häufig findet: Ein wahr es Tondokument!



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Mai 2019

ORFEO 15 CD C 981 115

Raphael Kubelik, The Munich Symphonic Recordings

Von 1961–79 wirkte Kubelík als Chefdirigent des C 981 115
C 981 115
Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks in München. Dort hatte er seine neue musikalische Heimat gefunden. Er führte das Orchester zu neuen Höhen und entwickelte eine einzigartige Klang- und Musizierkultur in der vollkommenen Vielfalt des Repertoires, von der Barockmusik über den freitonalen Expressionismus bis hin zu Karl Amadeus Hartmann und Benjamin Britten. Kubelík liebte den prachtvollen, satten Klang, jedoch keineswegs um den Preis der Durchsichtigkeit. Als Musiker war ihm gesangliche Phrasierung oberstes Gebot, wie auch klare, bewusste Artikulation der harmonischen Spannungsverhältnisse und die Vitalität des rhythmischmetrischen Flusses.
Diese CD-Edition vermittelt einen ausdrucksstarken Eindruck über die legendären Interpretationen von Rafael Kubelik und ist gleichsam Sammlung und Zeitdokument seiner umfangreichsten Schaffensperiode in München.



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April 2019

ORFEO 2 CD MP 1806

Johan Baptist Vanhal: Missa solemnis, Stabat Mater

Der Ostböhme Vanhal hatte sich – MP 1806
MP 1806
wie so viele böhmische Komponisten – frühzeitig in seiner Karriere nach Wien begeben und kann mit Haydn, Salieri, Mozart und Beethoven somit als Teil jenes erlesenen Kerns von Komponisten betrachtet werden, denen wir die Wiener Klassik verdanken. Die Missa Solemnis ist nicht allein wegen ihrer Qualität und ihrer Opulenz bemerkenswert, sondern überrascht vor allem mit drei ausgedehnten und noch dazu konzertierenden Solo-Arien. Vanhals Stabat Mater erscheint formell im Vergleich konservativer in seinem üblichen Wechsel zwischen Chorpartien und Solonummern. Es ist vor allem die reiche melodische Erfindungsgabe, die für das Werk einnimmt.



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April 2019

ORFEO 2 CD C 967 192

Johan Botha: Italian Opera Arias

Ganze 222 mal war der viel zu früh verstorbene Johan Botha an der Wiener Staatsoper zu erleben. C 967 192
C 967 192
Weithin leuchtend trat seine kraftvolle, stets lyrisch geführte Stimme aus der Opernwelt hervor. Der mehr im deutschen Fach beheimatete Tenor konnte sich auch im Italienischen Repertoire behaupten, was diese Doppel-CD eindrucksvoll beweist und mit Partnern wie Krassimira Stoyanova, Violeta Urmana oder Dmitri Hvorostovsky das Wiener Opernpublikum begeistern.



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März 2019

ORFEO 2 CD MP1804

Ludwig van Beethoven: Symphony No. 9, Missa solemnis

Rafael Kubelik’s sprichwörtliche MP1804
MP1804
Bescheidenheit und sein Bekenntniszu absoluter Werktreue brachten ihm vor allem in seinen Münchner Jahren als Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks (1961–79) viele Verehrer ein. Verehrt wurde weniger die Person Kubelik, sondern eher seine Auffassung vom Musizieren: Kompromisslose Konzentration auf das Wesentliche, unverfälscht und im besten Sinne sachdienlich.

Mit Helen Donath, Brigitte Fassbaender, Peter Schreier, John Shirley-Quirk und anderen Stimmen aus der allerersten „Liga“ der Konzert- und Liedgarde der 1970er und 80er-Jahre gehen diese Münchner Mitschnitte zudem weit über den Status historischer Tondokumente hinaus – sie sind wirkliche Referenzeinspielungen!



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Februar 2019

ORFEO 1 CD C 946 191

Skride Piano Quartet

Das Skride Quartett gründete sich 2016 anlässlich eines Konzerts bei der berühmten Schubertiade in Hohenems. C 946 191
C 946 191
Alle vier Musikerinnen - ebenso als Solistinnen international erfolgreich - vereint die Liebe zur Kammermusik. So fanden Sie zueinander - menschlich wie musikalisch. Die hier vorliegende Debut-CD beinhaltet die wohl berühmtesten Klavierquartette von Mozart und Brahms, zusammen mit dem wohl einzigartigen Quartettsatz Gustav Mahlers.



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Februar 2019

ORFEO 2 CD MP 1805

Meister der Mozart-Zeit

Es gibt Komponisten, deren Werk strahlt so sonnenhell, MP 1805
MP 1805
dass andere Sterne neben ihrem Glanz fast verblassen. Dieses Schicksal widerfuhr einer ganzen Ära von Komponisten, nämlich den „Meistern der Mozart-Zeit“. Dabei gibt es neben der „Sonne“ Mozart unglaublich viel zu entdecken: Franz Anton Hoffmeister wie auch Antonio Rosetti betätigten sich unter anderem sehr erfolgreich auf dem Gebiet der Sinfonie und greifen mit „La Chasse“ eine musikalische Mode des 18. Jahrhunderts auf: Die „Jagdsinfonie“. Mit František Benda, Johann Baptist Vanhal und Leopold Kozeluch ist eine Gruppe von Komponisten aus Böhmen zu hören, die zu den einflussreichsten Meistern ihrer Zeit zählten. Joseph Martin Kraus, der "Schwedische Mozart" wie er gerne genannt wird, Pedro Étienne Solère, und natürlich Antonio Salieri runden dieses abwechslungsreiche Programm ab und zeigen, dass Ihre Kunst den Vergleich mit Mozart nicht scheuen muss.



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Januar 2019

ORFEO 5 CD C 977 195

Alexander Glazunov: The Symphonies

Glasunows Sinfonien sind ein bedeutender Zyklus innerhalb der russischen Sinfonik, C 977 195
C 977 195
dem ein ähnlicher Rang beigemessen werden sollte, wie den heute ungleich bekannteren Sinfoniezyklen seiner Nachfolger Prokofiew, Mjaskowski oder Schostakowitsch. Ähnlich gelagert wie bei Camille Saint-Saëns in Frankreich oder Max Bruch in Deutschland, handelte es sich bei Alexander Glasunow um einen wirklich fortschrittlichen, aber formell konservativ denkenden Komponisten, der nicht bereit war, die tradierte sinfonische Form einer vordergründigen Moderne zu opfern. Es ist an der Zeit, die Sinfonien Glasunows zu rehabilitieren: Wer sich eingehend mit ihnen beschäftigt, wird einiges von der feinsten Musik ihrer Zeit in ihnen entdecken, erst Recht in diesen wunderbaren Dirigaten des großen Glasunow-Fürsprechers Neeme Järvi.



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Januar 2019

ORFEO 2 CD MP 1803

Béla Bartók: Piano Concertos Nos. 2 & 3

Einige der bekanntesten Werke Béla Bartóks sind auf diesem Album versammelt – alle haben sie Musikgeschichte geschrieben und die klassische Moderne entscheidend beeinflusst. MP 1803
MP 1803
Die Entstehung dieser Kompositionen erstreckte sich von 1927 (Streichquartett Nr. 3) bis 1945 (Klavierkonzert Nr. 3). Dies war eine Zeit des Umbruchs für Bartók: Bekannt geworden als einer der erfolgreichsten Musikschaffenden seiner Generation wurde er binnen kurzer Frist zu den von den Nationalsozialisten als „entartet“ eingestuften Komponisten erklärt, musste in die USA emigrieren, wo er ein äußerst glückloses Dasein fristete, an Leukämie erkrankte und 1945 starb. Das „Konzert für Orchester“ (1943) und das dritte Klavierkonzert waren seine letzten großen Werke und gehören beide zu Bartóks einflussreichsten Kompositionen. Auch das dritte Streichquartett war ein sofortiger Welterfolg: es gewann bereits kurz nach seiner Entstehung den Chamber Music Award der Stadt Philadelphia, und Theodor Adorno schrieb ein ausführliches Essay, in dem er das Stück als eines der maßstabsetzenden Werke seiner Zeit einstufte. Das zweite Klavierkonzert (1930/31) ist ein Versuch im Stil des Neoklassizismus. Einflüsse Strawinskys sind offensichtlich. Das Konzert gehört heute zu den beliebtesten Klavierkonzerten des 20. Jh. Die „Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta“ (1936) gilt als eines der persönlichsten Werke in Bartóks OEuvre – ein Werk der Progression, in dem der Komponist einen intimen Personalstil anschlägt, der die Moderne mit der musikalischen Vergangenheit zu versöhnen scheint. Die innere Tragik und Dramatik des Werks sind erschütternd und scheinen persönliche Schicksalsschläge im Leben des Komponisten vorauszuahnen.



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Januar 2019

ORFEO 2 CD MP 1802

Böhmische Klassik

In der Frühklassik verschob sich der Fokus der europäischen Musikwelt: Waren im Barock vor allem Italien, Frankreich und Deutschland – die Kerngebiete der absolutistischen Herrscherhöfe – „taktangebend“, ging mit dem Erstarken des Bürgertums eine neue Musikästhetik einher, die sich von der pompösen Barockästhetik verabschiedete. MP 1802
MP 1802
Noch zu Mozarts Zeit galt Prag als eine der wichtigsten „Musikstädte“ der Welt. Daran hatten auch die Komponisten auf diesem Album Teil. Unter Ihnen nimmt Johann Baptist Vanhal eine Sonderstellung ein. Er gehörte zu den erfolgreichsten Künstlern seiner Zeit und war einer der ersten Musiker, die nur vom Ertrag ihrer Kompositionen und von Musikunterricht leben konnten. Damit war er Vorbild für Mozart und Beethoven. František Benda hingegen war Mitglied der Hofkapelle August des Starken und später Friedrichs des Großen. Leopold Koželuch war einer der produktivsten Komponisten des 18. Jh., ein Pionier auf vielen Gebieten und ein progressiver Geist. Johann Sobeck wurde in der Nähe von Karlsbad geboren, machte aber Karriere am königlichen Theater von Hannover. Über 50 Jahre wirkte er in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Ždenìk Fibich war ein Zeitgenosse Anton Dvoøáks, verkörpert also die musikalische Romantik. Als wesentlicher Vertreter eines tschechischen Nationalstils in der Musik ist er heute ebenso unverdient unterrepräsentiert wie Joseph Bohuslav Foerster, der enger Freund Gustav Mahlers war.



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Januar 2019

ORFEO 2 CD MP 1801

Johann Sebastian Bach: Solo Piano Music

Heute steht außer Frage, dass Johann Sebastian Bach die Barockmusik zu ihrer höchsten Blüte geführt hat. Seinen Zeitgenossen war das nicht immer klar. MP 1801
MP 1801
Sie betrachteten die anspruchsvollen Fugen Bachs als eine annähernd theoretische Musik: höchst elaboriert, aber an der Grenze der Unspielbarkeit. Wie sehr Bach seiner Zeit voraus war, lässt sich auch daran ermessen, dass Bachs „Klavier“-Musik (im Barock wurden jegliche Tasteninstrumente als „Clavier“ bezeichnet) die größten unter seinen Nachfolgern beschäftigte: Mozart, Beethoven, Schumann, Chopin, Debussy, Schostakowitsch – sie alle (und noch viele mehr) setzten sich in einigen ihrer bedeutendsten Kompositionen mit Bachs Musik auseinander, wobei vor allem die Präludien und Fugen aus dem „Wohltemperierten Klavier“ einen Dreh- und Angelpunkt bildeten. Bis heute erweist sich Bachs Musik für Tasteninstrumente als eine unerschöpfliche Quelle musikalischen Reichtums, und dabei ist sie doch offen für unterschiedlichste Interpretationsansätze.
Auf dem vorliegenden Album spielen vier Pianisten Bachs Musik. Sie stehen für unterschiedliche Epochen der Interpretationsgeschichte – angefangen mit der „neuen Sachlichkeit“ des 1910 geborenen Carl Seemann bis hin zu der hoch virtuosen Kunst des 1976 geborenen, u.a. von Alfred Brendel ausgebildeten Konstantin Lifschitz: Die vier Persönlichkeiten der Pianisten auf diesem Album verschmelzen mit der Musik Bachs und lassen erahnen, warum ihr eine universelle Größe zugestanden wird.

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